🎧 Track 13 – Rauchen im Auto

Das Auto war kein neutraler Raum.

Es war eng.
Ein bisschen zu warm.
Und immer irgendwie gefüllt mit allem, was gerade mitfuhr.

Menschen.
Taschen.
Gerüche.

Und oft auch mit Rauch.

Der Anfang der Fahrt

Man stieg ein.

Tür zu.

Dieses dumpfe Geräusch.

Ein kurzer Moment Stille.

Dann der Motor.

Ein leichtes Vibrieren.

Das Radio lief manchmal schon.

Oder wurde erst eingeschaltet.

Die Sitzordnung

Vorne die Erwachsenen.

Hinten die Kinder.

Ohne große Diskussion.

Ohne Alternativen.

Man rutschte auf die Rückbank.

Suchte sich seinen Platz.

Neben Geschwistern.
Neben Taschen.
Neben allem, was noch mit musste.

Das Feuerzeug

Ein Klick.

Kurz und hell.

Dann dieses kleine Aufleuchten.

Die Zigarette wurde angezündet.

Ein vertrauter Ablauf.

So selbstverständlich wie das Anschnallen.

Oder auch das Nicht-Anschnallen.

Der erste Zug

Einatmen.

Ausatmen.

Langsam.

Ruhig.

Der Rauch stieg nach oben.

Blieb kurz stehen.

Und begann sich dann zu verteilen.

Der Raum veränderte sich

Er wurde dichter.

Nicht sofort.

Aber spürbar.

Ein Film lag in der Luft.

Leicht.
Und doch präsent.

Der Weg nach hinten

Der Rauch blieb nicht vorne.

Er fand seinen Weg.

Zwischen den Sitzen hindurch.

Nach hinten.

Dorthin, wo man saß.

Und wartete.

Das Fenster

Ein kleines Stück geöffnet.

Nicht ganz.

Nur so viel, dass man sagen konnte:

„Es ist doch offen.“

Der Fahrtwind zog hinein.

Mischte sich mit dem Rauch.

Verteilte alles noch gleichmäßiger.

Der Blick nach draußen

Man sah hinaus.

Vorbei an Straßen.

An Bäumen.

An allem, was vorbeizog.

Man sagte nicht viel.

Man fuhr einfach mit.

Die Zeit im Auto

Sie hatte einen eigenen Rhythmus.

Nicht schnell.

Nicht langsam.

Einfach da.

Man wartete.

Bis man ankam.

Der Geruch

Er setzte sich fest.

In der Kleidung.

In den Haaren.

In dem, was man trug.

Ohne dass man es bemerkte.

Oder hinterfragte.

Kein Gespräch darüber

Es war kein Thema.

Niemand erklärte es.

Niemand stellte es infrage.

Es gehörte dazu.

Wie das Radio.

Wie die Fahrt selbst.

Nähe ohne Wahl

Man saß dicht beieinander.

Konnte nicht ausweichen.

Nicht kurz rausgehen.

Nicht auf Pause drücken.

Man war einfach dabei.

Und doch war es Alltag

Nicht besonders.

Nicht außergewöhnlich.

Einfach Teil der Situation.

Wie so vieles.

Vielleicht war genau das das Besondere

Dass Dinge einfach stattfanden.

Ohne große Rücksicht.

Aber auch ohne große Diskussion.

Und vielleicht erinnert man sich deshalb noch daran

An diesen Geruch.

An das Licht im Auto.

An den Blick nach draußen.

Und an dieses Gefühl, einfach mitzufahren.

Track 13 endet hier.

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